Olesya Golovneva

Biografie

Die bereits für ihre Leistungen als Anna Bolena und Luisa Miller zur „Besten Sängerin des Jahres“ gekürte russische Sopranistin Olesya Golovneva wurde 2019 für ihre Interpretation der Rusalka an der Oper Köln für den Deutschen Theaterpreis FAUST nominiert. Die Sopranistin gibt mit eben dieser Partie in der Saison 2020/21 ihr Debüt am Teatro Real Madrid. Die Oper Frankfurt hat die Künstlerin für die Titelpartie in der Neuproduktion von Giordanos Oper Fedora verpflichtet. Am Hessischen Staatstheater Wiesbaden wird Olesya Golovneva erstmals alle drei großen Frauenpartien in der Neuproduktion von Puccinis Il Trittico übernehmen. Die Deutsche Oper am Rhein präsentiert die Sopranistin als Tatjana in der Neuproduktion von Tschaikowskys Eugen Onegin.

In der Saison 2019/20 gab Olesya Golovneva ihr umjubeltes Rollendebüt als Katia Kabanova an der Staatsoper Hamburg, sang Donna Anna und La Traviata an der Deutschen Oper am Rhein, gastierte als Elisabetta in Verdis Don Carlo van der Oper Frankfurt und kehrte als Valentine in Meyerbeers Les Huguenots an die Deutsche Oper Berlin zurück.

Zu den wichtigen Verpflichtungen der zurückliegenden Spielzeiten zählen ihr Rollendebüt als Valentine an der Seite von Juan Diego Florez in Meyerbeers Les Huguenots an der Deutschen Oper Berlin, mit dem Olesya Golovneva international auf sich aufmerksam machen konnte; außerdem die Desdemona in Otello neben Roberto Saccà an der Oper Frankfurt sowie neben Gregory Kunde am Staatstheater Wiesbaden; Tatjana in Eugen Onegin in Produktionen der Finnish National Opera Helsinki, der Oper Köln und des Staatstheaters Wiesbaden, an dem sie auch als Vitellia in Clemenza di Tito zu hören war. Der Deutschen Oper am Rhein ist die Künstlerin besonders verbunden und hat hier als Maria Stuarda, Gilda, Elisabetta, Luisa Miller, Donna Anna oder Traviata große Erfolge gefeiert. Auch besteht eine regelmäßige Zusammenarbeit mit der Oper Köln, die die Sopranistin als Natascha in Krieg und Frieden, als Anna Bolena, Lucia, Tatjana und Vitellia präsentierte. Die Traviata ist sicher eine ihrer bislang erfolgreichsten Partien, die sie in Dresden, München, Prag, bei den Wiesbadener Maifestspielen, in Düsseldorf, Köln, Bonn und Antibes gesungen hat. Weitere wichtige Verdi-Partien sind die Luisa Miller, die sie an der Oper Malmö debütiere sowie die Gilda, mit der sie u.a. der Oper Zürich und an der Deutschen Oper Berlin auftrat. Ebenfalls an der Oper Malmö hat die Künstlerin ihre erste Mimi in La Bohème gesungen und konnte ihren Erfolg in der Partie an der der Oper Frankfurt wiederholen, an der sie auch als Rusalka erfolgreich war.

Im Konzert war Olesya Golovneva zuletzt mit Rachmaninovs Die Glocken im Konzerthaus Dortmund, in Dvoraks Te Deum in Utrecht und Amsterdam, beim WDR mit Andrés Orozco-Estrada und im Wiener Musikverein unter Franz Welser-Möst zu hören.

Als Aufnahmen der Künstlerin liegen derzeit die Iolanta mit Dmitri Kitajenko als CD und Luisa Miller und La Boheme als DVD der Oper Malmö vor.

Olesya Golovneva stammt aus Pskov in Russland und schloss ihr Studium in St. Petersburg sowie an der Musikuniversität in Wien bei Prof. Robert Holl im Fach Lied und Oratorium mit Auszeichnung ab. Sie ist Preisträgerin des N. Rimskyj-Korsakow Wettbewerbes sowie der International Vocal Competition’s – Hertogenbosch.